Handgefertigter Schmuck auf der Wieden


Sophie Andersen designt Schmuck aus Leidenschaft und holt sich Anregungen aus Indien.

WIEDEN. Die Jungdesignerin Sophie Andersen zählt zu den aufstrebenden Talenten am heimischen Schmuckmarkt. Ihre Kreationen verkauft sie in ihrem Concept-Store „wunderladen Modecafé“ in der Argentinierstraße 1, den sie mit ihrer Partnerin Sabrina Abrahams führt. Der Shop bietet Kunden eine Verschmelzung von Shopping und gemütlichem Kaffeenachmittag.

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Vor ihrer Design-Linie arbeitete Sophie Andersen u.a. als Stylistin. Foto: Nada Andjelic

Ihren Schmuck stellt die 28-Jährige komplett selbst her.  “Ich mache alles alleine”, so Andersen. Ein harter Weg voller Behörden- und Geschäftswege liegt hinter ihr. Wenn Andersen meint, sie mache alles alleine, ist das wortwörtlich zu nehmen. Es hört sich fast an wie die Erzählungen einer Alchemistin, wenn sie von chemischen Prozessen und Legierungen spricht.

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Jedes ihrer Schmuckstücke fertigt Andersen per Hand an. Foto: Nada Andjelic

Hochwertig und leistbar

Ganz euphorisch wird Andersen bei dem Gedanken an ihre neue Herstellungsentwicklung, die sie vor Kurzem entdeckt hat. Eine Methode, um aus “nicht purem Gold” “annähernd Gold” und damit leistbar für ihre Kundinnen zu machen.

Die Designerin fertigt jedes Schmuckstück per Hand und “mit viel Liebe” an. Ihr Geschäftskonzept: Frauen mit langlebigem, aber leistbarem Schmuck zu bereichern. “Meine Kundinnen sollen Spaß damit haben, neue Stile ausprobieren und doch ein hohes Maß an Fertigung genießen können“, so Andersen.

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In Küre eröffnet Sophie Andersen einen eigenen Schmuckladen für ihre Kundinnen. Foto: Nada Andjelic

Einfluss aus Indien

Beeinflussen lässt sich die Jungdesignerin in ihrer Kreativität von östlichen Einflüssen. Aus Indien stammen viele ihrer Inspirationen, ein Land, in dem Schmuck “unkonventioneller getragen wird, als etwa in Österreich”.

Mit Fuß- und Handketten sowie veredelten Bodychains möchte sie dem heimischen Schmuck einen progressiven Touch verleihen. „Immer wieder ist mir aufgefallen, dass es trendige Designs selten in guter Qualität zu kaufen gibt“, so Andersen und erklärt damit ihre Liebe zur Herstellung.

Sein, was Frau möchte

Vor ihrer Zeit als Schmuckdesignerin war die Jungunternehmerin selbstständige Stylistin und studierte davor Publizistik- und Kommunikationswissenschaft. In der Innenstadt wird sie demnächst ihr zweites Geschäft eröffnen.

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Erhältlich sind die „Sandersen“-Stücke derzeit in ihrem Online-Shop sowie im Concept-Store „wunderladen“. Foto: Nada Andjelic

Langeweile kommt kommt bei Andersen bestimmt nicht auf. Ihr neuestes Hobby ist das Fotografieren ihrer Schmuckstücke. “In letzter Zeit beschäftige ich mich hauptsächlich mit Makrofotografie”, erzählt sie.

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Die Design-Linie „Sandersen“ soll die konventionelle Modeschmucklinie aufbrechen. Foto: Nada Andjelic

Auch hier zeigt Andersen, dass sich Frau nicht festlegen muss: „Mit Schmuck drücken wir Frauen unsere Emotionen aus. Mal wollen wir Mutter, mal Kind, mal Geliebte, mal die Wilde sein und mit den richtigen Accessoires holen wir uns die Abwechslung.“

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